Ironman 70.3 Greece Costa Navarino

14.04.2019

Das erste europäische 70.3 Rennen wurde heuer in Griechenland gestartet. Auch dieser Wettkampf fand zum ersten MAL statt und hier war ich am Start, um mich für die Ironman 70.3 WM in Nizza zu qualifizieren. Es war überhaupt mein erster Wettkampf heuer und somit ein früher Saisonstart.

Wieder reiste ich am Donnerstag vorm Wettkampf an, diesesmal mit dem Flug nach Athen und Weiterfahrt mit dem Mietwagen bis zum Quatier in Pylos. Somit war ein ganzer Tag schon mit Anreise dahin. Im Hotel angekommen wurde gleich das Rad zusammengebaut. Das Zimmer war ganz neu, super Lage sehr nette Leute – alles perfekt.

Am Freitag wurde noch kurz eingeradelt und geschwommen ehe es zur Regestrierung ging.

Auch die Radstrecke wurde besichtigt, allerdings per Auto. Leider hatte ich die Laufstrecke nicht besichtigt……

Der Weg vom Schwimmaustieg zur Wechselzone stellte auch schon eine kleine Herausforderung dar, über 600m und 40 Stufen mussten wir zu den Rädern in Kauf nehmen. Eine riesige Hotelanlage mit Golfplatz war der Austragungsort dieses riesen Spektakel.

Renntag

04.00 Uhr Tagwache, kurzes Frühstück, danach Abfahrt zur Wechselzone.

Kurzer Check vom Bike und Wechselsachen.

Start war 0800.

Geschwommen wurde im Meer mit nettem Wellengang, Rolling Start.

Beim Start zum Meer musste ich schon große Augen machen. Bei so hohen Wellen bin ich noch nie geschwommen, wodurch die Orientierung dann schon etwas schwer fiel. Doch da musste ich jetzt durch und ich habe dann auch einen guten Rhythmus gefunden. Nach den zwei Wendebojen ging es retour Richtung Start, ich konnte teilweise den Untergrund sehen, somit wurde es weniger tief und die Wellen wurden noch höher. Eine riesen Welle kam auf mich zu, nahm mich voll mit, riss mir die Brille vom Kopf und ich bekam eine größere Portion Wasser ab, was mich kurz mal blöd dastehen ließ. Ich dachte mir: War’s das echt jetzt? Ohne Brille weiter?

Mit Brustschwimmen und Wasserballerkraul und teilweise geschlossenen Augen kam ich doch noch voran und bewältigte die letzten 600M.

Schwimmzeit 26:33 1,6km(gekürzte Strecke)

Im Laufschritt zur Wechselzone und aufs Rad.

Radstrecke war leider nass geworden, da es kurz geregnet hatte. Es waren zwei Runden zu fahren. Die Straßenverhältnisse waren sehr gut bis anfangs rutschig, bis die Sonne kam und  es letztendlich auftrocknete. Ich fühlte mich von Anfang bis Ende der 90km Strecke sehr gut, es gab keinerlei Probleme am Rad und die knapp 1300hm waren relativ schnell vergangen.

Radzeit 2:33:22

Schnell wechselte ich in die Laufschuhe. Ich kam sehr gut voran, doch dann kam das unerwartet: sehr winkelige schlechte Schotterstraßen über hügeliges Terrain begleiteten mich auf die ersten 10km. Auf so etwas war ich echt nicht vorbereitet und auch der Durchhänger, den ich von km10 bis 12 hatte war nicht erwartungsgemäß. Nach der Labestation ging es wieder besser und ich konnte wieder gutes Tempo machen. Vom Gefühl her dachte ich, bewege ich mich zu einer 1:35 er Zeit, doch im Ziel angekommen war ich doch sehr überrascht.

Laufzeit 1:30:20

Resümee der Geschichte

Bin mit der Leistung für die wenigen Trainingsstunden mehr als zufrieden. Ein schönes Rennen im Frühjahr und eine super Streckenführung. Auch die Laufstrecke durch dieses Naturschutzgebiet ist zwar schwer, aber hat einen tollen flair.

Gratulation an meinen Kollegen Rene Bauer der mich hierzu überhaupt überredet hat und sich den Slot für die Nizza WM holen konnte. Bei mir ist es sich leider um einen Platz nicht ausgegangen, das Ticket jetzt schon zu holen.

Gesamtzeit 4:38:05

Gesamtplatz 30.

M35-39 Rang 10.

Danke an meine Family und Freunde, die zu Hause Mitfiebernden und meine Sponsoren Fa.Thorsten Schlieper und Fa. Maler Petter für die Unterstützung.

Hier sieht man Die Laufstrecke entlang des natürlichen Steges in den Gebiet

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