Ironman 70.3 Slowenien Koper 23.09.2018

Ein neues Ironman 70.3 Rennen wurde heuer für Slowenien aufgemacht, nachdem es mit 450km und ca. 4h Fahrzeit nicht all zu weit weg war, beschloss ich nach meiner Langdistanz mich dort anzumelden für einen Saisonabschluss,im Kopf natürlich auch den Gedanken mich für die 70.3 WM in Nizza nächstes Jahr zu qualifizieren.
Nach der Langdistanz lief es leider mit dem Training nicht allzu prickelnd. Ich hatte ein langes Tief und konnte nur wenig trainieren – bei zwei angemeldeten Triathlon konnte ich aufgrund körperlichen Unwohlseins nicht starten. Ich pausierte noch länger und ging dann den letzten geplanten 3 Wochen Block ruhiger an. Das Training verlief dann bis zum Schluss perfekt und machte mich für den Start auf die Mitteldistanz wieder zuversichtlicher.

Donnerstag war Anreisetag und perfektes Wetter erwartete uns in Koper. Die Unterkuft war zwar klein aber Reichte für den Zweck. Meine Familie: meine Frau Isabella und Adrian waren auch mit.
Leider fühlte ich mich ab Mitte der Woche nicht mehr richtig fit angefangen bei Halsweh, über Kopfschmerzen und die Nase machte zu. Eine Erkältung konnte ich nun gar nicht brauchen aber ich war dennoch zuversichtlich starten zu können.
Als nächstes checkte ich die Location der Wechselzone, Start und Zielbereich. Die Radstrecke wurde mit dem Auto besichtet und ich musste feststellen für die anstrengende Strecke sollte man echt fit sein.
Der Vortag kam und ich beschloss nun fix zu starten und ging zur Registrierung um einzuchecken.

Sonntag war Renntag.
Noch nie bin ich mir so unsicher gewesen an den Start zu gehen. So 100%ig fühlte ich mich nicht, dennoch probierte ich alles zu geben was mein Körper hergab.
Start war um 8 Uhr. Das Adria Meerwasser war knapp unter 25 Grad und Neo war erlaubt.
Eine Runde zu 1,9km im wirklich ruhigen Meer. Es waren perfekte Schwimmverhältnisse und ich konnte mit 28:31 den Split beenden.
Schwimmen fühlte sich nicht so schlecht an und nach einen flotten wechsel ging es aufs Rad. Die Radstrecke bestand aus einer Runde mit zwei längeren Bergauffahrten. Dabei galt es 1290hm auf 90km zu überwinden. Eine herausfordernde aber echt top Strecke abgesehen von ein paar Fahrbahnschäden. Viel Windschattenfahren gab es nicht, was mit sehr positiv stimmte. Noch immer fühlte ich mich eigentlich gut und kam nach dem Radfahren mit der Zeit von 2:37:01 in die Wechselzone.
Beim Weglaufen am Anfang kam ich nicht so wie geplant voran und da dachte mir schon „das war‘s“. Doch nach 3-4 km lief es richtig gut und ich konnte Zeit gutmachen bis km 12. Hier fiel die Pace dann ab, ich lief noch relativ komfortabel bis km 15 und bei km 16 war es dann so richtig aus: Würgen im Hals, Kopfschmerzen und leicht verschwommenes Blickfeld ließen mich keinen Laufschritt mehr aufnehmen und ich musste dann eigentlich bis in das Ziel gehen.
Mit 5:02:06 konnte ich die Ziellinie überqueren. Bei der Platzierung reichte es im Klassenrang für den 19. Platz und in der Gesamtwertung war ich 128ter.

Was lernt man daraus? – Wenn der Körper krank ist benötigt er Ruhe und keinen Sturm. Eine neue Erfahrung, die ich machen durfte.
Gratulation an alle anderen Athleten, die ich kenne und gut gefinisht haben.
Ab jetzt heißt es regenerieren, Körper gesund pflegen und die Offseason genießen.

Danke an meine Familie, die mich immer unterstützt und begleitet, allen Sponsoren und Freunden, die von zu Hause mitfiebern. See you next year 😉