70.3. Ironman Mallorca
13.5.

Mit dem nun dritten Jahr zählt der Ironman auf Mallorca zu meinen fixen Terminen in meinem Wettkampfkalender. Schon viele Wochen zuvor habe ich mit den Vorbereitungen dafür begonnen, doch meine Pläne wurden gleich wieder über den Haufen geworfen: Durch einen Zwischenfall musste ich 2 Wochen lang das Training komplett aussetzen und weitere zwei Wochen auf ein Schwimmtraining verzichten. Somit waren die letzten drei Wochen Training vor dem Wettkampf umso kompakter und intensiver und am Ende konnte ich nur hoffen, dass alles so funktionieren würde, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Mallorca zeigte sich dieses Jahr von einer ganz anderen Seite: zwar sonnig aber sehr windig. Der Wind brachte auch viele Wellen mit sich und hatte das kalte Wasser aufgewirbelt. Deshalb war ich froh, dass das Schwimmen mit Neopren vorgesehen war.
Nicht nur das Wetter, sondern auch die Strecke und die Organisation war diesmal anders. Durch eine Baustelle gab es eine Streckenänderung, wodurch die heurige Zeit auch nicht mit jener der beiden vorigen Jahre vergleichbar ist. Außerdem wurde kein Massenstart mehr, sondern ein Rollingstart, eingeteilt nach den geschätzten Schwimmzeiten, durchgeführt.
Um 8:10 gab es für meine Gruppe 20-29min also das Go. Das Schwimmen war einfach großartig. Ich hatte das Gefühl, als könnte ich fliegen, und das Gefühl hat mich nicht betrogen, denn ich konnte auf die 1,9km Distanz eine neue persönliche Bestzeit hinlegen. Ich beendete den Schwimmsplit mit 27:17.

In der Wechselzone am Sandstrand verlief zeit-mäßig alles super, doch durch den Wind war Sand überall… auch in den Radschuhen.
Gut erholt kam ich aufs Rad und gab zum Berg hin richtig Gas. Ich fuhr mein Programm schon wie die letzten Jahre auch, weil ich wusste, dass es so gut laufen würde. Bis auf die letzten 10km zog ich es auch wie geplant durch, aber dann machte sich das fehlende Training bemerkbar. Mit der Radzeit von 2:34:12 bin ich aber unter den Umständen doch ganz zufrieden.

Beim Laufen brauchte ich die ersten 4km um meinen Rhythmus zu finden, aber dann kam ich voll in Fahrt und machte noch einige Plätze gut. Es schien so, also könnte ich mein gestecktes Ziel für den Laufsplit von 1h25 bis 1h30 erreichen. Und knapp aber doch: mit 1:29:56 kam ich schließlich ins Ziel.

Mit einer Gesamtzeit von 4:36:39 erreichte ich in der Gesamtplatzierung den 59. Platz und in der AK30-34 den 8. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, denn beim Laufen und Schwimmen lief alles wie am Schnürchen und der kleine Radrückstand war durch das fehlende Training auch zu erwarten. Immerhin darf ich mich unter 29 teilnehmenden Österreichern, schnellster Österreicher beim Ironman 70.3 auf Mallorca nennen.

Nach dem Wettkampf hängt ich auch noch eine Woche persönliches Trainingslager an um meine fehlenden Radkilometer und – Höhenmeter wieder gut zu machen.

Ein großer Dank geht wie immer an meine Familie und Freunde, die mich vor Ort und auch während der Vorbereitungen unterstützt haben, sowie an meine Sponsoren, die mir die finanzielle Grundlage für mein Vorhaben liefern. Vielen Dank!