Koper 22.9.2019

Es war die zweite Auflage des Ironmans und ich das zweite Mal dabei. Dieses Mal war ich zuvor aber nicht krank geworden und hatte ein Wettkampfernährungskonzept, das passt e.

Keine Wellen, kein Wind, keine Hitze und es war auch nicht zu kalt, also stand einem perfekten Wettkampf – jedenfalls was das Wetter angeht – nichts im Wege.

Da ich mich für Nizza (70.3 WM) nicht qualifiziert hatte, wollte ich noch eine schöne Abschluss Halbdistanz starten. Nach meiner Angina im Juli musste ich zwei Bewerbe auf Eis legen, kurierte mich aus und startete mein Trainingsprogramm für Slowenien, bei dem es mir sehr gut ging. Mit dem Feinschliff der Ernährung konnte ich also mit bestem Gewissen an den Start gehen.

Start 0900.

Leider kam ich etwas zu spät zum Startpunkt und konnte mich nicht mehr bei den Schnellsten einordnen. Somit ging ich mit der Gruppe 30-35min an den Rolling-Start.

Eine Runde in der Koper Meereshafenbucht galt es zu schwimmen. Es ging von Anfang an recht gut und ich hatte das Gefühl ich könnte schneller, wollte aber wegen fehlender Schwimmeinheiten während des Sommers nicht schon hier alles geben. Die Strecke erwies sich als etwas länger, verglichen mit dem Vorjahr, da der Schwimmausstieg verlegt wurde. Dennoch bin ich mit meiner Zeit sehr zufrieden und ging bei 30:38 über aufs Rad. Ein kleiner saurer Beigeschmack waren die Hunderten Quallen in der Bucht.

Auch am Rad hatte ich mir vorgenommen die ersten 27km bis zum ersten Anstieg rauszunehmen, was ich auch machte. Es war rund um mich immer ein faires Rennen, was ich sehr befürworte. Am Berg machte ich Druck und konnte die 600hm mit Pace 300 Watt hinter mich lassen. Auch bergab ließ ich keine Sekunde liegen und konnte mich von einer Verfolgergruppe absetzten. Als 60km erledigt waren, passte mit meinen Beinen immer noch alles. Den zweiten langen Anstieg fuhr ich dennoch nicht so hart, um für die letzten 10 flachen Kilometer noch Körner zu haben. Mit 2:34:50 kam ich an und wechselte in die Laufschuhe. Im Ganzen hatte ich 1300hm bewältigt.

Während der ersten drei Kilometer spürte ich leider an beiden hinteren Oberschenkel angehende Krämpfe, die sich aber Gott sei Dank legten. So konnte ich mein Tempo weiterlaufen. Mein Ziel war auch hier, den Halbmarathon einfach schön durchzulaufen. Viele überholten mich auf den ersten 5km, die ich aber bis ins Ziel wieder rücküberholte. Bis auf einen kleinen Durchhänger verlief alles perfekt und alles war sehr gut eingeteilt. Mit 1:30:31 lief ich über die Ziellinie und war nach seit einem Jahr wieder einmal richtig zufrieden. Im Nachhinein tut es mir selber weh, dass ich die WM-Qualifikation nur wegen dieser einen Sache nicht geschafft hatte, an der Leistung und am Training lag es definitiv nicht.

 

Gesamtzeit: 4:40:45

AKM35-39: 5.Platz

Gesamt Rang 22.