Ich reiste am Donnerstag den 27. Juni in Kärnten an. Nach den letzten Wochen harten Trainings folgte eine lockere Woche, in der ich Kraft für den Wettkampf sammeln konnte. In den letzten 3 Tagen vorm Start hielt ich die Trainingszeit kurz und fühlte mich muskulär sehr erholt und sah somit meinem Ziel die 9h30min – Marke zu knacken, mit Zuversicht entgegen.

Wie üblich begann der Tag des 15. Ironman in Kärnten sehr früh. Um 3:30 Uhr läutete mein Wecker. Nach kurzem Frühstücken ging es auch schon in die Wechselzone, wo das Rad noch Wettkampf-bereit gemacht werden musste. Sämtliche Ausrüstung am Rad und auch die Wechselzonensäcke wurden noch einmal gecheckt. Dann machte ich mich auf den Weg Richtung Strandbad Klagenfurt, wo um 06:45 Uhr der Startschuss fiel.
Ich startete diesmal in einer kleinen Gruppe von 400 Athleten inklusive Profis, wodurch ich von Anfang an gut durchstarten konnte. Ich fühlte mich beim Schwimmen hervorragend und beendete den Schwimmsplit mit einer Zeit von 01:02:46.
In der Wechselzone sah ich auf meine Zeit und stellte fest, dass ich, wie erwartet, sehr gut unterwegs war.
Am Rad galt es dann zwei Runden zu je 90km zu absolvieren. Schon beim Wegfahren war mir aufgrund des nassen Trikots und der niedrigen Frühtemperaturen am Oberkörper kalt, wobei ich hoffte, dass dies später nicht zu einem Problem werden würde. Die Durchgangszeit der ersten Runde lag genau im Plan, doch ab km100 wendete sich das Blatt. Es folgten doch Magenprobleme mit Übelkeit, obwohl noch 80km Radstrecke zu bewältigen waren. Nachdem ich es nicht mehr wagte, Powergel zu mir zu nehmen, entschloss ich mich mit nur Wasser und Cola der Herausforderung zu stellen. Jeder Berg und Hügel wurde zur Qual und so beendete ich den gesamten Radsplit in 05:07:04.
Vom Rad abgestiegen schleppte ich mich durch die Wechselzone um mich doch noch durch den Marathon zu kämpfen.
Die erste Stunde verbrachte ich mit Gehen, wo sich die Übelkeit nach und nach legte und ich somit ab dem sechsten Kilometer wieder in den Laufschritt übergehen konnte. Durch meinen Ehrgeiz versuchte ich doch noch das Bestmögliche aus dem Lauf zu machen und lief weit über meinem verfassungszulässigen Tempo. Ich finishte den Marathon in der Zeit von 03:44:40, was für den Gesamtbewerb eine Zeit von 10:02:14 bedeutete. In der Gesamtwertung erreichte ich den 363. und in der AK M30-34 den 78. Platz.

That’s Ironman…
… Man weiß nie, was wann und wie in einem Wettkampf passieren kann, nicht nach drei Stunden, nicht nach fünf Stunden und auch nicht kurz vorm Ziel.
Was den Ironman ausmacht, ist, seinen Körper zu kennen und an dessen Grenzen zu gehen.

Ironman Austria Klagenfurt 30. Juni